| Hochexplosive Vorlesung in der Hochschule für Musik
Klaus Quirini als Dozent über das Geschäft mit der Musik
Zum wiederholten Male lud Prof. Hans-Georg Daehn (Trautwein e.V.) zur Vorlesung in die Hochschule für Musik in Köln ein. Über 30 studierende der Hochschule für Musik und SAE (Studio Audio Engineer) waren anwesend. Die Atmosphäre war hochexplosiv, zumal es darum ging, wie mit man mit Musik Geld verdient. So kam denn auch der Ruf auf während eines Studiums, das mit Musik zu tun hat, den Studenten auch betriebswirtschaftliche Aspekte zu vermitteln. Klaus Quirini sprach vorwiegend Musiker an, die öffentlich auftreten möchten als auch Medienschaffende die Musik-, Bild- oder Tonträger gewerblich verwenden wollen. Alles was in der Branche nicht verständlich ist, wurde von Klaus Quirini an Beispielen dargestellt. Die studierenden Ingenieure des Audio-Bereichs interessierten sich für die rechtlichen Stellungen in Studios, um einen reibungslosen Produktionsablauf auch in dieser Hinsicht gewährleisten zu können. Dabei handelte es sich um Studenten die später professionell in Studios, beim Rundfunk oder Fernsehen tätig sein werden. Klaus Quirini erklärte die Unterschiede verschiedener Verwertungsgesellschaften und deren tatsächliche Funktion als Inkasso-Unternehmen, Rechtesicherung durch Hinterlegung, GEMA-Ausschüttung und Berechnung, Verteilungsschlüssel bei Live-Auftritten, die Aufgaben des Musikverlages, Refundierungen und schaffte wieder muntere Diskussionen. Nicht zuletzt wurden die Zukunftsperspektiven der Studierenden von Klaus Quirini prognoszitiert, was zu einer hochexplosiven - aber freundlichen - Stimmung führte. Dabei setzte er voraus, dass die Musiker gut, ja noch besser seien und die Ton-Ingenineure Spitzenleistungen hervorbringen würden. Die Zukunft sehe in der schnell wandelnden Zeit der Informations-Technik aber anders aus. Es würde in dieser Meldung zu weit führen den gesamten Wortlaut zu veröffentlichen. Die Russin Inga Fiola (19) aus Moskau, Chopin-Klavier-Virtuosin mit zahlreichen Auftritten in Moskau und Studierende an der Hochschule für Musik in Köln, brachte durch ihre Fragestellungen auch den Aspekt der Auftritte in ein anschließendes Gespräch und konnte zahlreiche Tipps mit nach Hause nehmen, die vielleicht auch in künftigen Vorlesungen berücksichtigt werden sollten. Prof. Daehn bedankte sich nachträglich ganz herzlich bei Klaus Quirini und erwähnte noch einmal ausdrücklich das große Interesse der Teilnehmer, die begeistert gewesen seien und es habe ihn nicht verwundert, dass die Studierenden ihn gefragt hätten, wann eine Fortsetzung stattfinden würde. Dozent und Produzent Hugo Gneipelt referierte über die Herstellung, Nutzung und Kosten von Demo-Bändern und Klaus Overhoff wurde mit großem Interesse zu dem Thema Herstellung von Video-Clips, Technik, Personal, Betreuung und das Verhalten vor der Kamera gehört. |